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50 Jahre hat es gedauert bis Deine Augen zu Glas geworden sind.

Du steigst die Treppe hinauf um dort anzukommen wo Du hin willst.

Es geht los. Langsam.

Natürlich darf die Frage erlaubt sein, ob Du so etwas wie Ehrgeiz in Dir spürst. Ehrgeiz, das zu erreichen, was den Menschen absurd erscheint.

Du gibst keine Antwort.

Deine Augen sind Murmeln. Sehen, sich im Kreis drehende Zeit. Sehen Deinen alten Lehrer auf Dich zukommen. Ein zweites Scenario öffnet sich. Der Lehrer besitzt nur noch ein Glasauge. Das andere ist verloren gegangen, irgendwann während einer eurer Vielzähligen Begegnungen.

Er, das Scenario jetzt für sich in Anspruch nehmend, lässt hohe Ranken aus den Köpfen wachsen. Die Früchte daran sehen aus wie Minitomaten. Minitomaten aus den Köpfen nach oben strebend, 250 Meter hoch. Keine Tomate berührt eine andere, die absolute Balance. Der Wecker klingelt.

Ein Traum. Ein Wald, voller Tomatenbäume, sich über dem Boden ausbreitend, in dich ineinander übergehend, zu Deinem Kleid geworden. Ein Kleid aus zusammengenähten Perlen.

Auf Deinem Weg der sich drehenden Zeit, bewegst Du dich durch ein Treppenlabyrinth. Du steigst hoch und höher. Dann wieder tief und tiefer. Am tiefsten Punkt angekommen öffnet sich eine Tür. Der Wecker klingelt das zweite mal.

Kein schönes Geräusch.

Du erfährst nicht was hinter der Tür verborgen liegt. Du biegt ab, musst zur Arbeit.

Da an Dich, mit der Zeit, soviele Fragen gestellt wurden, sind Deine Glasaugen mittlerweile zerborsten. Jede Frage hat das Glas weiter aufgerissen.

Blinde Murmeln.

Der Duft der Tomaten umhüllt Dich. Du, eine Stofftasterin in der Tradition Richard Wagners. Er liess der Inspiration halber, teure Stoffe durch seine Hände gleiten.

Du trägst diese Tradition weiter in die Welt.

Darüber können wir froh sein.

Fast wärest Du kaputt gegangen. Knack. Vielleicht sogar ein Selbstmord. Die sich selbst tötende Püppi. Skuril.

Jetzt setzt Du Dich, mit all Deinen Stoffen, hörst dem rascheln zu und es scheint als würdest Du darüber nachdenken, was Leben für Dich bedeutet.

Während Du nachdenkst über das Leben das bereits hinter Dir liegt, breitet sich vor Dir eine Treppe aus Licht aus. Du setzt einen Deiner Fussspitzen darauf und fliegst.

Dein kleines Gesicht teilt sich in zwei Hälften. Vielleicht denkst Du über Currywürste nach, Bahnhofsbrücken und Magenverstimmungen, wer weiss das schon. Schon wieder eine Frage.

Wahrscheinlich eher nicht. Eine Lichtperle strahlt durch Dich hindurch, durch all Deine geschundenen Öffnungen. Du, eins mit Deinem Kleid.

Das Kleid, das soviel verborgenen Wissen in sich trägt. Und jeder Mensch, der Dir begegnen könnte, bekäme genau das Wissen, das er oder sie braucht. Jetzt liegst Du in einer ganz kleinen Box, hier in meinem Ladengeschäft, das kaum jemand kennt. Du bist und bleibst mein Geheimnis.

Leopold schliesst seine Spieluhr, wissend das Anabell Morgen, für 2 Minuten und 16 Sekunden, wieder zum Leben erwacht.

 

16 x wurde das wilde Paradies ausgerufen.

Die Zeit geht an die Offene Gesellschaft

https://www.die-offene-gesellschaft.de/home -

und das Geld in das Crowdfunding für Paradis Sauvage (<3!)

- https://www.startnext.com/paradissauvage-

Einsatz waren 10 Euro und eine Stunde Zeit pro Person.

Die Geschichte wurde von Fanny • Annette S. • Alessia • Annette L. • Mark • Jasmin • Kristin • Simon • Peter • Andrea • Jan • Lin • Yael und Hilaneh erspielt.

Folgende Karten kamen genau in dieser Reihenfolge vor:

7 flow • 7 fresh • Fractalus the Timer V • 3 cash • androgyn David cash • 4 cash • 2 cash • ass cash • Captain Serendipity X • 3 fresh • The Lady II • 4 bold • Le Petite Mort XIII • ass flow • The Resurrected XX • Newbeat Eartha Cash • 10 cash • Soleil Sun XIX • Luna weibliche Vertreterin flow • Visionarus IV

Zusammengeschrieben wurde das ganze unter dem Einfluss von :

Merry Christmas Mr Laurence – Ryuichi Sakamoto