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KOSMOS

KOSMOS

 
 
 
Auf Paradis Sauvage ist Zeit ein Raum.

Die Beobachterin ist gleichzeitig die Ureinwohnerin* Paradis Sauvages. 

Das Haus ist das Sprachrohr der Ureinwohnerin. 

Es ist der Ureinwohnerin nicht möglich von sich aus Kontakt zu den Einwohnern der alten Welt* aufzunehmen. Wird sie jedoch angesprochen, kann sie reagieren. Ebenso nutzt sie die alte Welt als Sammel- und Wassergebiet. 

 
ÄSTHETIK: 

Ästhetik* ist ein elementarer Baustein auf Paradis Sauvage. Dem Organ Haut wird auf Paradis Sauvage eine besondere Stelle beigemessen. Da Die Haut die Verbindungsstelle zwischen dem inneren des Menschen und der äusseren Umgebung darstellt. Es gilt diese beiden Pole so weit als möglich verschmelzen zu lassen. 

1. Erste Haut: Das tatsächliche Organ der Ureinwohnerin. 
2. Zweite Haut: Die Bekleidung. 
3. Dritte Haut: Das Haus. 

Zu 3. Das Haus ist bei Einzug schwarz gestrichen (einer Tafel gleich) und wird über die Zeit mit weissen Zeichen überzogen. Die Zeichen verkörpern die aufgeworfenen Fragen, die sich die Beobachterin über das Jahr stellen wird, bezüglich des Lebens im Paradies.
Polis. Ur-Topos. 
Politische und kulturelle Dinge die Paradis Sauvage betreffen. Sobald andere Paradis Sauvage betreten, wird nicht zwischen Besucherstatus und Immanentemstatus (die Ureinwohnerin) unterschieden.  Die jeweilige Person ist Teil des Utopos.
1. Paradis Sauvage ist Matriarchal* aufgebaut. 

2. Die sieben Grundaspekte der Frau

Liebende
Königin
Kriegerin
Mutter
Künstlerin
Furie
Priesterin

gilt es zu allen Zeiten wertzuschätzen, zu Ehren und zu feiern. 

3. Müll* ist kein existierendes Wort auf Paradis Sauvage. 

4. Social Media wird von der Beobachterin ausgeklammert, kann aber von den anderen Paradis Sauvaglern genutzt werden um Prozesse aufzuzeigen.

5. Realität* ist ein Fremder Ort und kann (neu) entdeckt und diskutiert werden.

*Glossar 
  

Matriarchat: unterscheidet sich als Gesellschaftsform von anderen das es keine Herrschaftsstrukturen und keine institutionalisierte Hierarchien gibt. Sprich ist Akephal: altgriechisch a- „ohne/un-“, képhale „Kopf, Haupt) -> Herrschaftsfrei. Es gibt keinen Besitz. Es unterscheidet sich vom Kommunismus dahingehend das es keine zentrale Verwaltung oder befehlsgebende Instanzen gibt. Sowohl Generationen als auch Geschlechter sind gleichgestellt und Entscheidungen werden immer auf der Basis des Konsens getroffen und nicht Demokratisch abgestimmt. Kein Recht der Majorität. Matriarchat bedeutet nichts anderes als Mater- Mutter und Arche- Ursprung. Der Kreislauf des Lebens beginnt mit der Mutter. Feste und Spiele haben eine wichtige Verankerung, da über das gemeinsame feiern oder miteinander spielen es eine immerwährende Umverteilung des Reichtums gibt.

Ästhetik: aísthēsis Wahrnehmung, Empfindung. Die Lehre vom sinnlichen Anschauen. Sinnliches wahrnehmen ist einer der Eckpfeiler Paradis Sauvages.   

Alte Welt: Paradis Sauvage ist in einer 13 Hektar grossen Insel eingebettet (Olga-Puppen-Style). Alles was sich ausserhalb der 464 Quadratmeter Paradis Sauvage befindet,wird als alte Welt bezeichnet. Ausserhalb dieser grossen Insel- über das Wasser- ist allerdings nicht mehr die alte Welt, sondern die -> 

Aussenwelt und die ist schlechterdings für die Ureinwohnerin nicht vorhanden. Die Beobachterin ist sich natürlich darüber bewusst, ignoriert sie aber völlig.  

Ureinwohnerin: die Forschende ist Ureinwohnerin und Beobachterin zugleich.Ist ihr eigenes Experiment. Beobachterin und Beobachtete. Deswegen entzieht sie sich auch jeglichen -> Sozialen Medien, da so noch die Beobachtung, wie andere sie wohl beobachten werden hinzukäme und das würde den Versuch zu sehr verfärben. 

Müll: Diesen Begriff gibt es auf Paradis Sauvage nicht. Alles ist verwendbar, geht in den Kreislauf des Lebens mit ein, wird umgewandelt in Neues. 

Realität: Etwas das nicht von den Wünschen und Überzeugungen einer Person abhängig ist. Etwas das in Wirklichkeit so erscheint, wie es ist. Da sowohl Überzeugungen als auch Wahrheiten auf Paradis Sauvage grundsätzlich erst einmal auf den Kopf gestellt werden,  ist Realität ein fremder Ort, der erforscht werden möchte.